Die Christian-Albrechts-Universität will mehr qualifizierte Frauen für Professuren gewinnen.
Am Institut für Pathologie der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist im Rahmen des Exzellenzclusters PMI - „Precision Medicine in Chronic Inflammation” - zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine
W1-Professur (mit Tenure Track nach W2) für Digital and Computational Pathology
für zunächst drei Jahre (erste Phase) zu besetzen.
Derdie zukünftige Stelleninhaberin vertritt das Fachgebiet der „Digital and Computational Pathology“ mit einem Schwerpunkt auf der Entwicklung und Anwendung KI-basierter Verfahren zur Analyse histologischer Gewebeproben in Forschung und Lehre.
Die Bereitschaft zur aktiven Integration in den übergeordneten Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät (MF) „Präzisionsmedizin - Forschen, Heilen, Verstehen“ mit den Profilbereichen Entzündung, Onkologie und Neurowissenschaften sowie der Digitalen Medizintechnik (Biomaterialforschung und roboterassistierte Medizin) wird vorausgesetzt.
Die Fakultät verfolgt ein systemmedizinisches Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Um dauerhafte Therapieerfolge auch bei chronischen und unheilbaren Krankheiten zu erreichen und in ethischer Verantwortung für zukünftige Generationen zu handeln, hat sich die Medizinische Fakultät das Leitbild „Nachhaltige Medizin am Meer“ gegeben. Aus der MF ist der Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) hervorgegangen. Die MF ist darüber hinaus federführend und als Partner in mehreren großen nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Eine aktive Teilnahme am und Stärkung des Exzellenzclusters PMI und möglichst eine Beteiligung in laufenden und geplanten Verbundforschungsvorhaben wird erwartet.
Das Forschungsumfeld der Professur bietet darüber hinaus mit den interdisziplinären Forschungsschwerpunkten der Christian-Albrechts-Universität (CAU) „Kiel Life Science“ (KLS) und „Kiel Nano Surface & Interface Science“ (KiNSIS), den Forschungsaktivitäten in den anderen Fakultäten sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Helmholtz-Zentrum Hereon hervorragende Vernetzungsmöglichkeiten. Die Integration in diese Forschungsaktivitäten wird erwartet.
Ziel der Professur ist die Entwicklung innovativer Algorithmen zur automatisierten Auswertung digitaler Histologie sowie zur Integration hochdimensionaler molekularer und räumlich aufgelöster Daten (z. B. Spatial Omics, multiplexe Bildgebung). Ein besonderer Fokus soll auf der Analyse komplexer Gewebearchitekturen im Kontext chronisch-entzündlicher Erkrankungen im Rahmen des Exzellenzclusters PMI liegen.
Eine Schnittstelle im Bereich Onkologie, z.B. in der Forschung zu Immuntherapien, ist erwünscht. Die Professur wird eng mit dem Competence Centre for Genomic Analysis (CCGA) am Institut für Klinische Molekularbiologie zusammenarbeiten und soll an der Initiative für klinische Bildverarbeitungs-KI (mAIPipes) mitwirken.
Die Professur soll zudem zur Weiterentwicklung digitaler Pathologieansätze und deren Integration in translational orientierte Forschungsprogramme der Fakultät beitragen sowie perspektivisch neue quantitative histologische Parameter für Präzisionsmedizin-Ansätze entwickeln. Es werden durch hochranginge Publikationen nachgewiesene Erfahrungen auf dem Gebiet der „Digital and Computational Pathology“ erwartet. Erfahrungen auf dem Gebiet chronisch entzündlicher Erkrankungen sind erwünscht.
Voraussetzung sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Lebens- oder Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik, oder Medizin. Eine Promotion von herausragender Qualität in einem der vorgenannten Fächer wird vorausgesetzt. Es besteht bei Mediziner*innen die Möglichkeit einer ärztlichen Tätigkeit; die Facharztanerkennung für Pathologie ist dann Voraussetzung. Erfahrungen in der Einwerbung qualifizierter Drittmittel sind erwünscht. Internationale Wissenschaftskooperationen sind von Vorteil.
Auf die Einstellungsvoraussetzungen des § 64 in Verbindung mit § 62a des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein wird hingewiesen. Bei positiver Zwischenevaluation der ersten Phase der Juniorprofessur ist beabsichtigt, das Beschäftigungsverhältnis auf Zeit um weitere drei Jahre zu verlängern (zweite Phase).
Nach erfolgreicher Evaluation und bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen des § 62a des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein ist es im Weiteren das Ziel, die Professur auf eine W2-Professur ohne Befristung anzuheben. Hierzu wird an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel neben der Zwischenevaluierung der Juniorprofessur ein gesondertes Evaluierungsverfahren, in der Regel während der zweiten Phase der Juniorprofessur, nach geltender Satzung durchgeführt. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage https://www.berufungen.uni-kiel.de.
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel versteht sich als moderne und weltoffene Arbeitgeberin. Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig Ihres Alters, Ihres Geschlechts, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität. Wir fördern die Gleichberechtigung der Geschlechter. Mehr zu unseren Werten können Sie unserem Verhaltenskodex entnehmen:
https://www.uni-kiel.de/gf-praesidium/de/recht/interne-richtlinien/verhaltenskodex
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein: Bewerbungen von Schwerbehinderten und ihnen Gleichgestellten werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
Die Hochschule ist bestrebt, den Anteil der Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, dass wir auf die Vorlage von Bewerbungsfotos ausdrücklich verzichten und daher darum bitten, hiervon abzusehen.
Das Vortragssymposium ist für KW 3 bzw. 4 geplant. Wir bitten daher die Bewerber*innen, sich diesen Termin vorsorglich vorzumerken.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Schriftenverzeichnis, schlüssiges Forschungskonzept für die ersten drei Jahre, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen, Kopien akademischer Zeugnisse) werden unter Angabe der Privat- und Dienstadresse mit Telefonnummer und E-Mail bis zum 27.11.2026 (vorzugsweise in elektronischer Form) erbeten an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Prof. Dr. med. Joachim Thiery, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel.
Interessierte erhalten ein Schema zum Aufbau einer Bewerbung an der MF über unsere Homepage: https://www.medizin.uni-kiel.de/de/fakultaet/berufungsverfahren.


